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Heimweh

Manchmal kommt so ein Moment, da wird einem alles zu viel. Gerade ist es bei mir soweit. Ich mache Mathe, habe null Peilung und mache mir langsam Sorgen, ob mein Studium ein einziger Fehler ist. Dabei bin ich gerade mal im Vorkurs. Ja, ich weiß, ich sollte einfach mal abwarten. Es wirkt aber manchmal echt schwer.

Ich würde gerade gerne heim gehen, dort, wo ich nur 20 Minuten mit dem Bus brauche, um bei Maik zu sein und nicht hier, wo ich erst einmal eine Stunde mit dem Zug fahren müsste. Aber wie meine Mama schon sagte "Tja, da musst du jetzt einfach mal durch" Ich wünschte einfach, ich wäre nicht ganz so schüchtern, dann hätte ich bestimmt jetzt schon jemanden, um etwas zu unternehmen. Ja, ich habe kalte Füße (wortwörtlich übrigens auch) Na ja genug von meinem Geheule, das will man ja nicht unbedingt lesen. Vlt schreibe ich nachher noch mal etwas, bis denn.

20.9.16 17:43


Wenn die Beichte zum Witz wird.

So heute möchte ich in die Vergangenheit reisen, die Geschichte kommt chronologisch nach dem Eintrag mit den blöden Flecken

.

Mein schlechtes Gewissen hatte mich übermannt und so saß ich an diesem Abend an meinem Laptop, eigentlich wollten Sina und ich eine Runde League of Legends spielen, aber daraus wurde irgendwie nichts. Wir waren beide im TeamSpeak eingeloggt und redeten, es ging um Maik. "Also hast du tatsächlich vor es ihm zu sagen?" "Es fühlt sich richtig an, er vertraut mir, obwohl er weiß, wie ich zu dir stehe und das habe ich missbraucht" "Okay, oh da ist er" Tatsächlich Maiks Name erschien just in diesem Augenblick in der Channelreihe. "Soll ich gehen?" Ich spürte wie Tränen in mir aufstiegen. "W...Was ist, wenn er mir nicht verzeiht?" "Er wird dir verzeihen, er liebt dich. Ich mache mir eher Sorgen, dass er mir den Kopf abreißt" "Was, wenn nicht. Ich hab jetzt schon viel Mist gebaut und-" meine Stimme brach ab, ich war echt verzweifelt. Wenn es nicht direkt der eine Moment ist, ist dir nie so schmerzlich bewusst, dass du kurz davor sein kannst, jemanden zu verlieren, den du sehr liebst. "Eben, du hast so viel Mist gebaut, schon alleine das mit Nick. Und er ist immer noch bei dir, weil er dich liebt" "Ich weiß nicht." "Lily, das wird schon" Noch bevor ich antworten konnte, rutschte Maik zu uns in den Channel. "Guten Abend ihr beiden" Sina sagte schnell hi und deutete dann an, dass sie weg musste. Zum essen.

 

"Lily?" "Hm?" machte ich, so lange ich nicht viel redete hörte man nicht, dass ich geweint hatte. "Weinst du?" Ach mist. "Vielleicht?" schniefte ich. "Was ist los?" "Ich...ehm... ich würde dir das lieber persönlich sagen" "Ich weiß genau, dass du es dir jetzt auf der Stelle von der Seele reden willst, also tu es" Oh Gott, ich könnte in fünf Minuten single sein. Single, einsam und verlassen. Bei dem Gedanken grauste es mir. "Sina und ich haben uns geküsst. Na ja intensiver geküsst und ich kann verstehen, wenn dir das jetzt zu viel wird und das das Fass zum überlaufen bringt und, dass du Schluss machst, aber es tut mir Leid. Alles tut mir Leid, das mit Nick, mit Sina und, dass ich so bescheuert bin. Ich liebe dich, Maik, tue ich wirklich" Wieder musste ich schniefen, die Tränen liefen über mein Gesicht, als würden sie einen Marathon bestreiten. Auf der anderen Seite war es still. Oh Gott, Maik!

 

"Maik?" "Hm?" was war das für ein Unterton, der war so komisch hoch. "Maik... ich....was sagst du?" von der anderen Seite kam schallendes Gelächter. Wie bitte? "Ach, Lily, es war klar, dass das früher oder später passiert. Ich weiß, dass du neugierig bist und ich weiß, dass Sina sehr neugierig sein kann." "Du bist nicht sauer?" "Na ja begeistert bin ich nicht und ich wäre froh, wenn das nicht noch einmal passiert. Aber ich finde es süß, dass du dir solch große Sorgen machst und dich das sogar zum weinen bringt" "Ich weine gar nicht" "Nein, du doch nicht, niemals. Wie komme ich nur darauf?" "Tz" "Also ja, ich verzeihe dir, mach dir keinen Kopf" "Okay"

Aber ich machte mir einen Kopf. Meine Selbstbeherrschung ist gleich null und die von Sina ebenso. Aber ich wollte auch nicht weniger mit ihr zusammen tun.

"Und wie lief es?" -Sina

"Gut, er hat mir verziehen und ist auch dir nicht sauer" -Lily

"Puh, bin ich erleichtert!" -Sina

Oh ja, ich auch.

17.9.16 20:10


Adios Weisheitszähne!

Heute früh bin ich in meinem alten Zimmer, in meinem alten Bett aufgewacht. Und hatte Hunger und Durst bis zum geht nicht mehr. Das ist so unglaublich typisch. In den letzten Tagen hatte ich nie Hunger oder Durst direkt nach dem Aufstehen, aber jetzt, wie ich einmal nüchtern sein sollte kommt alles zusammen. Mein Glück, dass mein Termin zum Weisheitszähne ziehen 30 Minuten nach meinem Aufwachen schon beginnen sollte.

 

Ich war total nervös, ich wurde noch nie wirklich in einen künstlichen Schlaf versetzt und konnte mir das nicht vorstellen, doch im Internet wollte ich nicht nach Informationen oder Erfahrungsberichten schauen. Am Schluss stehen dort Horrorgeschichten. Außerdem hasse ich es die Kontrolle über meinen Körper herzugeben, außer bei zwei Sachen.

Mein größte Angst war es doch noch irgendwie mitten drin aufzuwachen, oder alles zu spüren und aber nichts dagegen tun zu können, weil mein Körper gelähmt ist - die klassischen Extreme halt.

 

Ich kam direkt dran und dürfte mich auf den Stuhl setzen, ich sah bereits den Infusionshalter und der Kieferchirurg begrüßte mich freundlich. "Noch irgendwelche Fragen?" die wahrscheinlich dümmste überhaupt. "Werde ich irgendwas spüren?" "Nein" er nimmt meinen Arm und sticht die Nadel für die Infusion in eine Vene. Dabei erklärt er. "So ein Dämmerschlaf ist schwer zu erklären, weil er keine Narkose ist. Sie werden mitbekommen, dass wir reden und sie werden mir auch antworten können. Aber sie werden absolut nichts fühlen" Puh ich war erleichtert. Er fuhr die Rückenlehne nach unten und redete dabei weiter. "Entspannen sie sich einfach, das ist als-" ich machte die Augen für einen kurzen Augenblick zu, denn in diesem Moment traf mich der Strahl des Oberlichts. Und was soll ich sagen, ich war weg.

 

Ich wachte auf und sah mich um. Aha, der Aufwachraum also. Ein Blick auf die Uhr. Was 15 Minuten später? Ist was passiert? Oder sind sie doch noch drin? Oh, was ist das? Da ist so eine komische weiße Maske an meinem Gesicht. Ich tastete. Oh, kühl, ach das sind wahrscheinlich die Kühlpads. Mein Kopf registrierte es zwar, nahm es aber nicht wirklich auf und so war meine erste Reaktion leichte Angst. Hilfe, da ist was auf meinem Gesicht und ich weiß nicht, was das ist. Dann fühlte ich an mein Kinn, also zumindest die Stelle wo mein Kinn sein sollte, da ist etwas weiches, bisschen kalt. Aber es gehört nicht mir. Wo ist mein Kinn? Und was ist das in meinem Mund? Da ist so ein unförmiger warmer Klumpen und wo ist meine Zunge? In meiner Rage fing ich an, an dem ganzen Zeug an mir herumzufummeln und war sehr verwundert, als plötzlich der Chirurg vor mir stand. "Hey, was ist denn los?" Na ja mein Mund ist voll mit einem Haufen Klumpen, der eine ist wohl meine Zunge und das andere Watte wegen der Blutung, ich konnte nicht wirklich antworten, deswegen Hm-te ich. "Es lief alles gut, aber warum haben Sie nicht gesagt, dass sie eine leichte Bronchitis haben? Sie haben gehustet und wir haben uns gewundert, warum es eitert" strenger Blick. Oh verdammt, ich habe komplett vergessen, dass ich das mit meiner Erkältung erwähnen wollte.

Entschuldigender Blick von mir. "Die Assistentin ruft gerade ihre Mutter an, ruhen Sie sich noch etwas aus"

Natürlich fummelte ich weiter (ohne groß was zu verschieben) hier war nur kein Spiegel und nichts und ich wollte wissen, was das ist. Okay, das kühle weiche Ding ist mein Kinn, was sich anfühlt, als wäre es dreimal so groß. Meine Klumpenzunge kenne ich nun ja, trotzdem wollte ich die beiden Störfaktoren los werden.

Ich dachte an die OP zurück. Aber da war nichts, nur eine leere Leihenwand. Ich habe niemanden reden hören und ich hoffe, ich habe nicht unkontrolliert gesprochen. Ich war einfach, wie 15 Minuten mal nicht existent und ich muss sagen, das war gar nicht so mies.

 

Meine Mama holte mich schlussendlich nachdem ich sie persönlich erreichen konnte. Maik fragte mich bereits, wie es mir so ging. Die Maske wurde entfernt, ebenso die Infusionsnadel und ich musste aufstehen. Hui, wackelig!

Daheim bekam ich erstmal einen Eimer Eiswasser darin zwei Waschlappen, die wurden ausgewrungen und auf meine untere Gesichtshälfte gelegt. Ich dürfte mich bis zum Abend nicht ins Bett legen, weil das Blut nicht in mein Zahnfleisch steigen soll.

Am Anfang war es sehr schwer zu essen, aber nur deswegen, weil mein Mund noch nicht ganz auf wollte. Inzwischen kann ich super trinken und weiche Sachen essen, achte dabei natürlich, dass nichts an die Wunden kommt.

Zur Ablenkung habe ich einen Anime gesehen Akame ga kill! Ist wahnsinnig gut, hat Maik mir empfohlen. Jetzt werde ich wohl etwas Mathe machen, da ja heute noch einmal der Kurs statt gefunden hatte.

16.9.16 17:31


erstes Einschnuppern ins Studentenleben

So, da bin ich mal wieder. Ich bin jetzt so gut wie umgezogen. Habe hier mein neues Zimmer und eigentlich alle meine Sachen. Mein Vorkurs hat begonnen und ich war in vielen, neuen mir unbekannten Situationen - Okay, teilweise bekannt, weil ich einfach so einen schlechten Orientierungssinn habe. Ich bin jetzt offiziell Studentin in Weingarten. Es ist toll, na ja wie gesagt bisher war da nur der Vorkurs. Eigentlich sollte ich schreiben, wie es weiterging, wegen der Sache mit Sina und mir. Das habe ich auch vor, aber es ist sicher verständlich, dass mich meine ersten Tage, die ich hier alleine in der 2er WG verbringe noch verarbeite. Also habe ich beschlossen neben meiner Story aus der Vergangenheit auch Gegenwartsgeschichten zu schreiben.

 

Gegenwart:

Bei meinem Umzug vor einer Woche haben meine Eltern und Maik geholfen, Lola und ich haben gerade etwas Stress und sie ist eingeschnappt. Na ja es war ganz in Ordnung so an sich. Am Schluss war es etwas nervig, denn wir haben mein Bett zusammengebaut und jeder hat an einem anderen Punkt der Anleitung angefangen und weitergemacht. Maik und ich haben beschlossen unsere erste Nacht hier zu verbringen. Es war eine gute Idee, denn ich bin ein ängstlicher Mensch, was die erste Nacht irgendwo anbelangt und es hat sich gerade angeboten.

Oh man, Maik hatte bereits an dem Tag eine mittlere Erkältung, auch wenn er es locker nahm und ständig behauptete er sei nicht besonders krank, zog er oft die Nase hoch, hustete und hatte eine veränderte Stimme.

Als das Zimmer eingerichtet war, fuhren meine Eltern wieder nach hause und Maik holte uns eine Pizza, während ich noch ein bisschen das Zimmer einräumte, die leeren Kisten mussten ja wieder zurück.

Nach dem Pizza essen überlegten wir uns duschen zu gehen, nur dummerweise hatte ich noch nicht Maiks Duschzeug hier, also fuhren wir kurzerhand los und besorgten beim nächsten Supermarkt etwas für ihn. Mein Magen war den ganzen Abend flau, es war so neu, alles hier. Das Zimmer voll mit meinen Sachen fühlte sich überhaupt nicht nach einem Zuhause für mich an, obwohl eigentlich jedes kleine Detail an mich erinnert. Und ich sehr viele Bilder von Maik, Sina und Mira dabei hatte. Aber für mich ist es nun mal so, dass sich mein Zuhause nicht durch meine Sachen definiert, sondern durch meine Freunde und ja speziell durch Maik. Ja, Maik ist irgendwie mein Zuhause und ich machte mich dadurch abhängig von ihm. Das wollte ich aber nicht. Kann man nicht beides haben? Einen Mensch, der ein Zuhause verkörpert und nebenbei unabhängig von ihm sein? Normale Menschen schaffen das, aber Lily kann das nicht. Ich sitze hier und schreibe, höre nebenbei meine Lieblingslieder auf Youtube - gerade "Final Song" und "Heathens" - dummerweise spinnt das Internet und sie laden nicht richtig. Es geht mir inzwischen besser. Mein Kurs hatte am Dienstag begonnen, am Montagabend wurde ich hierher gefahren. Während der Fahrt habe ich stumm geweint. Meine Eltern haben es nicht mitbekommen, denn erstens, war ich von restlichen Kisten umzingelt und sie haben Radio gehört, außerdem habe ich mich bei Maik angesteckt und so wirkten das ständige Nase hochziehen, wie mein ganz normaler Schnupfen. Es tat weh, ich bin nur eine Stunde von zuhause entfernt, aber wenn man, wie ich kein eigenes Auto hat fühlt es sich weit weg an. Da sie mich spätabends gefahren haben, bin ich direkt ins Bett. Gestern war es noch einmal schlimm gegen Abend, wieder konnte ich Tränen nicht zurückhalten, dabei habe ich mir immer gesagt, ich solle stark sein. Aber es war auch mein erster Tag und ich musste das verdammte Gebäude finden, in dem der Kurs statt fand.

Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass so eine Hochschule im halben Ort verteilt ist. Ich kam zu spät, mein Glück der Kursleiter stand im Stau und kam eine halbe Stunde zu spät.

Na ja es war ganz in Ordnung, den Vormittag über hatten wir (200 Erstis) eine Lesung voller Humor und Witz - und das bei Mathe wohlgemerkt - danach teilten wir uns im Tutorium auf, weil wir in Gruppen mit jeweils einem Student aus einem höheren Semester üben sollten. Also immer 30 Leute auf einen.

Ich habe ein nettes Mädchen kennen gelernt, leider geht sie nicht in meinen Studiengang, aber ins gleiche Tutorium. Die Hochschule in Weingarten ist für Sozial, Technik und Wirtschaft. Also waren unter diesen 200 Studenten, ca 20 Frauen. Ich finde das gut, ich komme mit Jungs ja besser klar. Hach, welch Ironie.

Heute war den ganzen Tag Mathe Lesung, man kann sich ja denken, dass mein Kopf jetzt noch Zahlen in der Luft herumwirbeln sieht.

Jetzt gehe ich dann aber ins Bett, morgen "dürfen" wir den ganzen Tag üben, uff.

Morgen Abend holen mich auch meine Eltern ab, denn am Freitag kommen meine Weisheitszähnchen heraus. Irgendwie bin ich happy, so habe ich erstmal nur vier Tage hier. Bis hoffentlich bald.

14.9.16 21:36


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