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erstes Einschnuppern ins Studentenleben

So, da bin ich mal wieder. Ich bin jetzt so gut wie umgezogen. Habe hier mein neues Zimmer und eigentlich alle meine Sachen. Mein Vorkurs hat begonnen und ich war in vielen, neuen mir unbekannten Situationen - Okay, teilweise bekannt, weil ich einfach so einen schlechten Orientierungssinn habe. Ich bin jetzt offiziell Studentin in Weingarten. Es ist toll, na ja wie gesagt bisher war da nur der Vorkurs. Eigentlich sollte ich schreiben, wie es weiterging, wegen der Sache mit Sina und mir. Das habe ich auch vor, aber es ist sicher verständlich, dass mich meine ersten Tage, die ich hier alleine in der 2er WG verbringe noch verarbeite. Also habe ich beschlossen neben meiner Story aus der Vergangenheit auch Gegenwartsgeschichten zu schreiben.

 

Gegenwart:

Bei meinem Umzug vor einer Woche haben meine Eltern und Maik geholfen, Lola und ich haben gerade etwas Stress und sie ist eingeschnappt. Na ja es war ganz in Ordnung so an sich. Am Schluss war es etwas nervig, denn wir haben mein Bett zusammengebaut und jeder hat an einem anderen Punkt der Anleitung angefangen und weitergemacht. Maik und ich haben beschlossen unsere erste Nacht hier zu verbringen. Es war eine gute Idee, denn ich bin ein ängstlicher Mensch, was die erste Nacht irgendwo anbelangt und es hat sich gerade angeboten.

Oh man, Maik hatte bereits an dem Tag eine mittlere Erkältung, auch wenn er es locker nahm und ständig behauptete er sei nicht besonders krank, zog er oft die Nase hoch, hustete und hatte eine veränderte Stimme.

Als das Zimmer eingerichtet war, fuhren meine Eltern wieder nach hause und Maik holte uns eine Pizza, während ich noch ein bisschen das Zimmer einräumte, die leeren Kisten mussten ja wieder zurück.

Nach dem Pizza essen überlegten wir uns duschen zu gehen, nur dummerweise hatte ich noch nicht Maiks Duschzeug hier, also fuhren wir kurzerhand los und besorgten beim nächsten Supermarkt etwas für ihn. Mein Magen war den ganzen Abend flau, es war so neu, alles hier. Das Zimmer voll mit meinen Sachen fühlte sich überhaupt nicht nach einem Zuhause für mich an, obwohl eigentlich jedes kleine Detail an mich erinnert. Und ich sehr viele Bilder von Maik, Sina und Mira dabei hatte. Aber für mich ist es nun mal so, dass sich mein Zuhause nicht durch meine Sachen definiert, sondern durch meine Freunde und ja speziell durch Maik. Ja, Maik ist irgendwie mein Zuhause und ich machte mich dadurch abhängig von ihm. Das wollte ich aber nicht. Kann man nicht beides haben? Einen Mensch, der ein Zuhause verkörpert und nebenbei unabhängig von ihm sein? Normale Menschen schaffen das, aber Lily kann das nicht. Ich sitze hier und schreibe, höre nebenbei meine Lieblingslieder auf Youtube - gerade "Final Song" und "Heathens" - dummerweise spinnt das Internet und sie laden nicht richtig. Es geht mir inzwischen besser. Mein Kurs hatte am Dienstag begonnen, am Montagabend wurde ich hierher gefahren. Während der Fahrt habe ich stumm geweint. Meine Eltern haben es nicht mitbekommen, denn erstens, war ich von restlichen Kisten umzingelt und sie haben Radio gehört, außerdem habe ich mich bei Maik angesteckt und so wirkten das ständige Nase hochziehen, wie mein ganz normaler Schnupfen. Es tat weh, ich bin nur eine Stunde von zuhause entfernt, aber wenn man, wie ich kein eigenes Auto hat fühlt es sich weit weg an. Da sie mich spätabends gefahren haben, bin ich direkt ins Bett. Gestern war es noch einmal schlimm gegen Abend, wieder konnte ich Tränen nicht zurückhalten, dabei habe ich mir immer gesagt, ich solle stark sein. Aber es war auch mein erster Tag und ich musste das verdammte Gebäude finden, in dem der Kurs statt fand.

Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass so eine Hochschule im halben Ort verteilt ist. Ich kam zu spät, mein Glück der Kursleiter stand im Stau und kam eine halbe Stunde zu spät.

Na ja es war ganz in Ordnung, den Vormittag über hatten wir (200 Erstis) eine Lesung voller Humor und Witz - und das bei Mathe wohlgemerkt - danach teilten wir uns im Tutorium auf, weil wir in Gruppen mit jeweils einem Student aus einem höheren Semester üben sollten. Also immer 30 Leute auf einen.

Ich habe ein nettes Mädchen kennen gelernt, leider geht sie nicht in meinen Studiengang, aber ins gleiche Tutorium. Die Hochschule in Weingarten ist für Sozial, Technik und Wirtschaft. Also waren unter diesen 200 Studenten, ca 20 Frauen. Ich finde das gut, ich komme mit Jungs ja besser klar. Hach, welch Ironie.

Heute war den ganzen Tag Mathe Lesung, man kann sich ja denken, dass mein Kopf jetzt noch Zahlen in der Luft herumwirbeln sieht.

Jetzt gehe ich dann aber ins Bett, morgen "dürfen" wir den ganzen Tag üben, uff.

Morgen Abend holen mich auch meine Eltern ab, denn am Freitag kommen meine Weisheitszähnchen heraus. Irgendwie bin ich happy, so habe ich erstmal nur vier Tage hier. Bis hoffentlich bald.

14.9.16 21:36
 
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