Ich gegen das Erwachsenenleben
 



Ich gegen das Erwachsenenleben
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 

Freunde
    subwaywallprophet
    - mehr Freunde


http://myblog.de/lily-low

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Adios Weisheitszähne!

Heute früh bin ich in meinem alten Zimmer, in meinem alten Bett aufgewacht. Und hatte Hunger und Durst bis zum geht nicht mehr. Das ist so unglaublich typisch. In den letzten Tagen hatte ich nie Hunger oder Durst direkt nach dem Aufstehen, aber jetzt, wie ich einmal nüchtern sein sollte kommt alles zusammen. Mein Glück, dass mein Termin zum Weisheitszähne ziehen 30 Minuten nach meinem Aufwachen schon beginnen sollte.

 

Ich war total nervös, ich wurde noch nie wirklich in einen künstlichen Schlaf versetzt und konnte mir das nicht vorstellen, doch im Internet wollte ich nicht nach Informationen oder Erfahrungsberichten schauen. Am Schluss stehen dort Horrorgeschichten. Außerdem hasse ich es die Kontrolle über meinen Körper herzugeben, außer bei zwei Sachen.

Mein größte Angst war es doch noch irgendwie mitten drin aufzuwachen, oder alles zu spüren und aber nichts dagegen tun zu können, weil mein Körper gelähmt ist - die klassischen Extreme halt.

 

Ich kam direkt dran und dürfte mich auf den Stuhl setzen, ich sah bereits den Infusionshalter und der Kieferchirurg begrüßte mich freundlich. "Noch irgendwelche Fragen?" die wahrscheinlich dümmste überhaupt. "Werde ich irgendwas spüren?" "Nein" er nimmt meinen Arm und sticht die Nadel für die Infusion in eine Vene. Dabei erklärt er. "So ein Dämmerschlaf ist schwer zu erklären, weil er keine Narkose ist. Sie werden mitbekommen, dass wir reden und sie werden mir auch antworten können. Aber sie werden absolut nichts fühlen" Puh ich war erleichtert. Er fuhr die Rückenlehne nach unten und redete dabei weiter. "Entspannen sie sich einfach, das ist als-" ich machte die Augen für einen kurzen Augenblick zu, denn in diesem Moment traf mich der Strahl des Oberlichts. Und was soll ich sagen, ich war weg.

 

Ich wachte auf und sah mich um. Aha, der Aufwachraum also. Ein Blick auf die Uhr. Was 15 Minuten später? Ist was passiert? Oder sind sie doch noch drin? Oh, was ist das? Da ist so eine komische weiße Maske an meinem Gesicht. Ich tastete. Oh, kühl, ach das sind wahrscheinlich die Kühlpads. Mein Kopf registrierte es zwar, nahm es aber nicht wirklich auf und so war meine erste Reaktion leichte Angst. Hilfe, da ist was auf meinem Gesicht und ich weiß nicht, was das ist. Dann fühlte ich an mein Kinn, also zumindest die Stelle wo mein Kinn sein sollte, da ist etwas weiches, bisschen kalt. Aber es gehört nicht mir. Wo ist mein Kinn? Und was ist das in meinem Mund? Da ist so ein unförmiger warmer Klumpen und wo ist meine Zunge? In meiner Rage fing ich an, an dem ganzen Zeug an mir herumzufummeln und war sehr verwundert, als plötzlich der Chirurg vor mir stand. "Hey, was ist denn los?" Na ja mein Mund ist voll mit einem Haufen Klumpen, der eine ist wohl meine Zunge und das andere Watte wegen der Blutung, ich konnte nicht wirklich antworten, deswegen Hm-te ich. "Es lief alles gut, aber warum haben Sie nicht gesagt, dass sie eine leichte Bronchitis haben? Sie haben gehustet und wir haben uns gewundert, warum es eitert" strenger Blick. Oh verdammt, ich habe komplett vergessen, dass ich das mit meiner Erkältung erwähnen wollte.

Entschuldigender Blick von mir. "Die Assistentin ruft gerade ihre Mutter an, ruhen Sie sich noch etwas aus"

Natürlich fummelte ich weiter (ohne groß was zu verschieben) hier war nur kein Spiegel und nichts und ich wollte wissen, was das ist. Okay, das kühle weiche Ding ist mein Kinn, was sich anfühlt, als wäre es dreimal so groß. Meine Klumpenzunge kenne ich nun ja, trotzdem wollte ich die beiden Störfaktoren los werden.

Ich dachte an die OP zurück. Aber da war nichts, nur eine leere Leihenwand. Ich habe niemanden reden hören und ich hoffe, ich habe nicht unkontrolliert gesprochen. Ich war einfach, wie 15 Minuten mal nicht existent und ich muss sagen, das war gar nicht so mies.

 

Meine Mama holte mich schlussendlich nachdem ich sie persönlich erreichen konnte. Maik fragte mich bereits, wie es mir so ging. Die Maske wurde entfernt, ebenso die Infusionsnadel und ich musste aufstehen. Hui, wackelig!

Daheim bekam ich erstmal einen Eimer Eiswasser darin zwei Waschlappen, die wurden ausgewrungen und auf meine untere Gesichtshälfte gelegt. Ich dürfte mich bis zum Abend nicht ins Bett legen, weil das Blut nicht in mein Zahnfleisch steigen soll.

Am Anfang war es sehr schwer zu essen, aber nur deswegen, weil mein Mund noch nicht ganz auf wollte. Inzwischen kann ich super trinken und weiche Sachen essen, achte dabei natürlich, dass nichts an die Wunden kommt.

Zur Ablenkung habe ich einen Anime gesehen Akame ga kill! Ist wahnsinnig gut, hat Maik mir empfohlen. Jetzt werde ich wohl etwas Mathe machen, da ja heute noch einmal der Kurs statt gefunden hatte.

16.9.16 17:31
 
Letzte Einträge: Veränderungen


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung