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Köln, Alkohol und Verirrungen

Vom ersten richtigen Tag der Gamescom lässt sich eigentlich gar nicht so viel berichten. Ich war erschlagen, denn das Gelände war einfach nur riesig und es waren die Stände, die aufgebaut waren leuchtenden auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen. Es war unglaublich fasznierend. Wir trennten uns relativ bald, am Anfang liefen Mira, Sina und ich zusammen durch die Gegend. Ich schätze die Jungs waren auch noch gemeinsam unterwegs. Wir kamen nur an kleinen Ständen vorbei, spielten hier und dort etwas, vor allem da, wo man nicht warten musste und ich schoss unmengen an Fotos. Etwa drei Stunden später trafen wir uns alle wieder. Dann ging Mira mit Rick, Lars und Marko mit. Maik klinkte sich bei Tim und Flo ein. Sina und ich zogen zu zweit los. Wir liefen jede Halle ab, suchten zwischendurch nach den anderen. Trafen dann auf Lars, der wie wir sich die Show eines Youtubers reinziehen wollte. Am Schluss des Tages - die Gamescom hatte noch circa drei Stunden auf - entschieden Sina und ich, dass wir hundemüde waren und deswegen mit Maik, Tim und Flo heimfahren würden, der Rest wollte noch bleiben.

Wir hockten uns in ein kleines Restaurant und aßen Pizza bzw Döner, dann nahmen wir den Bus zum Zeltplatz. Dort duschten wir erst einmal, um uns dann hinzusetzen und noch ein bisschen zu spielen bis die anderen kamen. 70 Prozent der Leute auf diesem Campingplatz besuchten wie wir die Gamescom, den meisten sah man es sofort an und wenn man es dadurch nicht bemerkt hatte, dann spätestens ab dem Moment, als wir an ihnen vorbeikamen und sie wild durcheinander schnattern hörte. Da war auch so eine Gruppe Jungs mit einem Zelt. Das Zelt war blau beleuchtet und darin - wirklich darin! - hing ein Flatscreen, an dem wiederum eine Konsole steckte. Ich fragte mich die ganze Zeit, wie sie das organisiert hatten. Auf jeden Fall fragte mich einer dieser Jungs jedes Mal, wenn wir an ihnen vorbeikamen (immer zum Duschen) ob ich denn einen Duschkopf haben wolle. "Nein, danke ich war gerade duschen" "Er ist verstellbar" "Das ist nicht selten" "Er kann leuchten" "Oh mein Gott! Er kann leuchten, ehm nein, trotzdem nicht" "Er ist drahtlos" ab dem Moment war ich sprachlos. Drahtlos. Wirklich?! Ich meine, wieso?

Ist ja auch egal, ich weiß nicht mehr genau, wann wir was gemacht haben, deswegen wird jetzt alles ein bisschen durcheinander. Ich glaube wir wollten dann am dritten Tag in die Stadt. Es war unglaublich anstrengend dorthin zu kommen. Ich habe ja so nichts gegen Bewegung, aber ich hatte das Bedürfnis, alle drei Schritte etwas zu trinken. Der Himmel war strahlend blau ohne eine Wolke, es ging kaum ein Luftzug und meine Kleidung klebte an mir. gefühlte 40 Grad, wahrscheinlich waren es nur 29. In der Stadt gab es Mittagessen bei Subway. Mit meinen 19 Jahren hatte ich zum ersten Mal bei Subway gegessen. Ich war überfordert, man musste so schnell eine Auswahl treffen bei Brötchenart, Belag und Soße, dass ich irgendwann aufgab und Maik einfach reden lies. Er weiß ja zum Glück, was ich so mag. Nach dem Essen ging es zum Bummeln, wieder aufgeteilt. Denn Sina, Mira und ich interessierten vor allem die Kitsch-Krimskrams-Läden. Wir kauften eigentlich nichts, aber wir mussten uns einfach alles ansehen. Das einzige, was ich mir holte, war ein Lack Geldbeutel -ich brauchte unbedingt einen neuen- Mira brachte ihrer Schwester ein glitzer Einhorn mit. Es sah echt süß aus. Dann wollte Mira noch nach einem Bikini sehen, also machten wir uns auf zum Galeria. Wir fanden keinen Bikini, aber die Jungs in der Elektronik Abteilung. Maik sagte mir, dass er bis eben alleine einen Kaffee trinken war, das machte mich irgendwie traurig. Versteht das nicht falsch, ich liebe die Jungs, aber es war ja klar, dass wir hier wenig Zeit haben würden und ich merkte einfach, dass ich die Chance auf ein bisschen Zeit mit Maik verpasst hatte.

Nach ewigem hin und her, Sina und ich warteten vor dem Eingang des Galeria, weil wir keine Lust mehr hatten, fanden die Jungs uns schließlich. So brach eine Diskussion vom Zaun, weil wir geschrieben hatten, dass wir dort warteten, wo wir reingegangen sind. Die Jungs waren der festen Überzeugung, wir sind woanders hinein. Damals wussten wir noch nicht, dass es auch einen Damn Burger bei uns gibt. Rick bestand also darauf, in den in Köln zu gehen. Wir hatten reserviert und noch ewig Zeit. Also ab ins nächste Cafè, die Preise dort waren unglaublich, also bestellte ich mir lediglich ein kleines Wasser. Wir alberten rum und hatten eine Menge Spaß, dann endlich konnten wir zum essen gehen. Unglaublich, dass wir alle in den kleinen, süßen Laden gepasst hatten, aber der Verkäufer war sehr froh über das volle Haus. Und wie die Jungs das schon im Jahr zuvor gemacht hatten, wollten sie auch dieses Jahr unbedingt Shisha rauchen. Damals war ich noch total dagegen, deswegen war ich auch enttäuscht von Maik, weil er mitrauchte, denn er war es gewesen, der zu mir gesagt hatte: "Und wenn ich dich jemals rauchen sehe, nehme ich dir die Zigaretten weg und du kommst auf kalten Entzug!" Tja und dann rauchte er Shisha. Ich meine, in dem Moment war es gesünder als eine Zigarette, aber rauchen ist nun mal immer noch rauchen. Ich endete also mit Sina, Tim und Mira in dem einen sozusagen unserem Nichtrauchereck, während Maik direkt im Rauchereck saß. Eiskaltes Ignorieren! Im Nachhinein betrachten schon sehr kindisch, aber damals wusste ich nichts anderes zu tun und er sollte doch ein schlechtes Gewissen bekommen. Nach zwei Stunden verzogen wir uns wieder und gingen in eine Art unterirdisches Gewölbe, hier war ein Raum voller Billardtische. Wir spielten aufgeteilt in zwei, manchmal auch drei Gruppen. Dazu tranken wir, wie schon in der Shisha Bar Alkohol. Alkohol wirkt bei mir wahnsinnig schnell, deswegen hatte ich schon sehr bald weiche Knie und mein Gehirn funktionierte aufgrund der Uhrzeit eh nicht mehr richtig. So kam es, dass ich einem winzigen Moment eine gewisse Anziehung gegenüber Flo verspürte, die ich sofort verdrängte. Später erfuhr ich, dass Sina ironischerweise genau in dem gleichen Moment, das selbe Gefühl hatte. Dann hatte ich komische Phasen, Hochs und Tiefs. Ich schob sie auf den Alkohol. Auf Maik war ich immer noch schlecht zu sprechen, aber natürlich ignorierte ich ihn nicht. Der Heimweg gestaltete sich als witziges Unterfangen, da wir zwischendurch Orientierungsprobleme hatten und natürlich mega gute Laune. Vom Kölner Dom haben wir nichts gesehen, also innen. Der war in ... na ja Bearbeitung :D Auf unserem Weg nachhause sahen wir viele Jugendliche, die die Nacht zum Tag machten. Verständlich, sie hatten frei. Ich machte selbst in meinem komischen Trunkenen Schwebezustand super schöne Bilder von der Leuchtszene. Kurz vor dem Zeltplatz entschieden Sina und ich einfach zu rennen, wir rannten ohne jede Vorwarnung los, einfach weil wir es konnten. Die Jungs wunderten sich und später- sehr viel später- kamen sie nachgerannt. Aber Sina und ich hatten den Abstand gebraucht, um über den Tag zu reden, zum einen zum Beispiel auch die Sache mit Flo. Der nichtsahnende, was er dazu wohl gesagt hätte? Na ja wir werden es nie erfahren.

3.10.16 20:27
 
Letzte Einträge: lang...lang ists her, Wartezimmerdamen, Can't touch this (...nanana), Update zur Voreintrag- alles eine Frage der Kindheit?, Wir haben gequatscht, Ein bisschen Spannung, ein bisschen Erleichterung


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Slenny (1.11.16 13:13)
Hey

Länger nichts mehr von dir gehört/gelesen, gehts dir gut? LG Slenny


Lily (15.11.16 13:53)
Hallo Slenny,

ist aktuell alles ein bisschen stressig, aber ich versuche wieder mehr zu bloggen. Auch, weil es mir hilft meinen Alltag zu verarbeiten. Danke, dass du noch regelmäßig reinschaust.
Lg Lily

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